Ich stelle mich meinen Gefühlen. Oh ja, ich stelle mich der Trauer um deinen erneuten Verlust. Ich höre ein Lied, "Lost on you". Ich leide, denn es weckt die Gefühle, die aus mir heraus wollen und die ich versuche zu unterdrücken. Gefühle von Verlust, von Trauer, von verschmähter Liebe.
Ich habe die Worte meiner Freunde ignoriert und mich wieder mit dir getroffen. Ich habe wieder mit dir geschlafen. Ich habe mich selbst belogen und gesagt, hier gehe es nur um eine Freundschaft, eine Affäre, nachdem alles vorbei ist. Du hast dich auch belogen. Du hast gewünscht, wir sollten einander als Freunde erkennen. Direkt war das Lachen da, die romantischen Ausflüge ans Wasser, der gute Sex, das Zusammen Einschlafen, das Zusammen Aufwachen. Ich habe mich diesem Betrug hingegeben und habe doch ganz genau gewusst, dass ich mich wieder verlieren würde, dass ich mich wieder verlieben würde. Deine Eifersucht wurde wieder geweckt, deine Romantik genauso. Ich weine, wenn ich daran denke, wie wir in der Dunkelheit Wein tranken, Zigaretten rauchten und auf die Straße hinaus starrten, und die seltsamen Menschen dort unten beobachteten. Es war zu gut. Wir haben es kommen sehen und wir haben es doch nicht kommen sehen.
Ich habe mich gezwungen, mich hinzusetzen und das hier zu schreiben. Mein Herz ist taub. Es wehrt sich gegen den Schmerz. Möchte so schnell vergessen, sich in Arbeit, Serien, Urlaubsplanung verlieren. Ich sage zu mir: Nein. Ich bin mutig. Ich lasse diesen Schmerz zu, und zwar jetzt, wo er frisch ist. Ja, ich bin traurig. Ich vermisse deine Umarmung, jetzt gerade, so sehr. Du hättest mich ins Unglück gestürzt und ich dich auch, es hätte uns erneut um den Verstand gebracht. Du sagst, es hätte dich beinahe umgebracht, diese ganze Trennung. Ich sage, ja, das ging mir auch so.
Ich stelle mich den Gewehrkugeln, die deine Worte sind und lasse sie in mich hinein sausen. Ich spüre den Schmerz, wenn sie meine Haut durchbohren, in mein Inneres vordringen. Ich höre traurige Liebeslieder, die von Schmerz und Kampf handeln.
Ich hab dich wiedergesehen, und es war schön. Wie früher, nur freier. Ich hatte aber nie Interesse daran, eine platonische Freundschaft mit dir aufzubauen. Wenn ich ehrlich bin, konnte ich mir das von Anfang an nicht vorstellen. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich gehofft, du hättest dich weiter entwickelt, und könntest mir jetzt den Freiraum lassen, den ich gebraucht hätte, damit das mit uns was hätte werden können. Es hat alles mit viel Zauber und Gelassenheit angefangen, zu schnell ist es wieder gekippt. Man sagt: Jedem Anfang ist ein Zauber ist inne, der uns berührt und der uns hilft zu leben. Vielleicht habe ich nur gedacht, das wäre ein Anfang. Wir wollten, dass es ein Neuanfang wird. Aber wir haben stattdessen verstanden, dass wir immer noch beide Gefühle für einander haben. Es ist zu früh, wieder aufeinander zuzugehen, so sehr mich diese Wahrheit auch zerreißt. Wir haben den Versuch gewagt und sind gescheitert, ich habe mir die Finger verbrannt. Wir haben die Warnungen verstanden. Ich liebe dich immer noch. Ich habe dich sehr geliebt. Alles ist wieder aufgebrochen, die Wunden bei dir, die Verlustangst bei mir.
Ja, ich schmerze und ich wünsche dir nur das Beste. Wir hassen einander nicht mehr, auch wenn das unser einziger Verdienst ist. Wir haben uns die Finger aneinander verbrannt. Jede Berührung schmerzt und erfüllt.
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Mittwoch, 22. August 2018
Donnerstag, 1. März 2018
Menschliche Maschine?
Heute war es wieder so weit. Der Film. Ich hatte nen Film, in dem sich meine ganze Anspannung und Beherrschung und Kontrolle entlud. Ich lies Emotionen frei, Frust, Hass, Unverständnis. Ich lehnte mich vor versammeltem Team gegen die Leitung auf, und dazu hatte ich nicht das Recht. Ich würde laut, weil ich glaubte, mir anders kein Gehör verschaffen zu können. Ich war so gefangen in meiner Absicht, meinen Willen und mein Unbehagen preiszugeben, dass ich nicht mehr alleine aus meinem Film herauskam. Ich schämte mich später für diesen kontrollverlust vor dem ganzen Team. Viele klopften mir auf die Schulter und umarmten mich, sprachen mir gut zu. Wenn ich jetzt darüber spreche, kommen mir schon wieder die Tränen. Arbeite an deinem Gefühl von Nähe und Distanz, sagte meine Chefin später zu mir. Ich schluckte schwer an meiner Wut, und realisierte erschrocken, dass ich versucht hatte Chef zu spielen, wo es Aufgabe der Leitung gewesen war, Entscheidungen abzuwägen, und nicht meine.
Ich glazbe, dass mir Kontrolle über eine Situation und Klarheit von regeln in schwarz und weiß wichtig sind, weil ich in ihnen halt suche. Dass es Zwischentöne gibt, sehe ich als subjektiv verständlich, aber als anfällig für Missbrauch und als Zeichen von Unsicherheit. Ich will immerzu Klarheit, aber Klarheit ist im Umgang mit Menschen nicht möglich. Beziehungsaufbau widerspricht diesem von der Sache her, genauso wie das vertrauen dem widerspricht. Ich war schockiert, also die Durchsetzung von regeln mit Maschinen in Zusammenhang gebracht wurde. Bin ich hier gerade mit einer Maschine verglichen worden? Denke ich vielleicht selbst, dass ich funktionieren muss wie eine Maschine? Eine, die ihren Zweck erfüllt und brav ihre Arbeit tut, die nicht aufhört, ehe nicht alles unter Dach und Fach ist? Darf ich hier mehr Menschlichkeit zeigen und insbesondere sagen, ja, es ist mir zu viel, ich kann mit diesem oder jenem Menschen nicht? Ich bin dieser Aufgabe nicht gewachsen? Wie oft sage ich das eigentlich, und welche Rolle spielt mein Schuldbewusstsein dabei? Wie oft hindere ich mich selbst daran, auf mein Bauchgefühl zu hören und ihm zu vertrauen und Menschsein zu zeigen? Wie viel Mensch, wie viel professioneller muss ich sein?
Ich glazbe, dass mir Kontrolle über eine Situation und Klarheit von regeln in schwarz und weiß wichtig sind, weil ich in ihnen halt suche. Dass es Zwischentöne gibt, sehe ich als subjektiv verständlich, aber als anfällig für Missbrauch und als Zeichen von Unsicherheit. Ich will immerzu Klarheit, aber Klarheit ist im Umgang mit Menschen nicht möglich. Beziehungsaufbau widerspricht diesem von der Sache her, genauso wie das vertrauen dem widerspricht. Ich war schockiert, also die Durchsetzung von regeln mit Maschinen in Zusammenhang gebracht wurde. Bin ich hier gerade mit einer Maschine verglichen worden? Denke ich vielleicht selbst, dass ich funktionieren muss wie eine Maschine? Eine, die ihren Zweck erfüllt und brav ihre Arbeit tut, die nicht aufhört, ehe nicht alles unter Dach und Fach ist? Darf ich hier mehr Menschlichkeit zeigen und insbesondere sagen, ja, es ist mir zu viel, ich kann mit diesem oder jenem Menschen nicht? Ich bin dieser Aufgabe nicht gewachsen? Wie oft sage ich das eigentlich, und welche Rolle spielt mein Schuldbewusstsein dabei? Wie oft hindere ich mich selbst daran, auf mein Bauchgefühl zu hören und ihm zu vertrauen und Menschsein zu zeigen? Wie viel Mensch, wie viel professioneller muss ich sein?
Montag, 26. Februar 2018
Loslassen
Ich hab mir ein Buch gekauft, sagte sie. Es soll helfen, ihn loszulassen. Ich dachte zunächst, oh nein, nicht wieder so ein Ratgeber, von denen Bridget Jones zu viele gelesen hat, und doch alles schief geht. Aber vielleicht sollte ich aufhören, zu verurteilen.
Loslassen ist nicht leicht. Ich habe versucht, mich bei Fremden zu verkriechen, doch es wirkt nicht. Denn es sind keine Beziehungen, wie unsere eine war. Natürlich nicht. Ich bin auch nicht bereit. Ich habe irgendwo Halt gesucht, aber der Halt ist nicht der wie in einer Beziehung. Ich versuche mich festzuhalten, aber ich rutsche ab. Ich falle und lande wieder auf dem Boden der Tatsachen. Ich lande und sitze da, mit geknickten Flügeln, allein. Möglich, dass du Recht hattest. Ich habe eine Ausflucht gesucht und nicht gefunden, wonach ich gestrebt habe. Ein netter Mensch, ja. Aber einer ohne Zeit, ohne Halt, den er mir geben könnte. Ich reiße mich zurück und sage mir selbst: Lass los. Lass ihn los. Tritt einen Schritt zurück. Du hast zu früh gehandelt.
Ich habe den Halt gesucht, den ich bei dir hatte. Den ich auch nicht bei dir hatte, dann, wenn ich Angst hatte, dass du wegen eines neuen Streits unsere Beziehung hinterfragst und beendest. Ich hatte immer Angst, dass du den Schlussstrich ziehst. Und wieder bin ich im DU. Ich hatte auch Angst, Angst, dass es nicht aufgeht zwischen uns. Dass bei mir irgendwann der Schmerz und die Trauer und die Wut überwiegen. Aber wenigstens warst du, irgendwie, die ganze Zeit da. Auch mit deiner Wut, auch mit deiner Traurigkeit, aber auch mit deiner Freude, mit deiner Lust, mit deinem Lächeln. Du fehlst mir. Wir haben vermutlich die richtige Entscheidung getroffen, so wahnsinnig schmerzhaft sie auch ist und so schwer es jetzt auch ohne dich ist, denn du fehlst, wirklich, so sehr. Aber es war richtig.
Nein, mir geht es nicht gut. Mir geht es nicht gut, besonders in den Nächten, du fehlst mir. Wie lange wird dieses Vermissen noch andauern? Wie lange werden meine Blicke noch zu deinen dunklen Fenstern hinaufwandern jedes Mal, wenn ich an deinem Haus vorbeifahre? Loslassen, das ist schwer. Ich kann nur versuchen, nach mir selbst zu schauen, und zwar so, dass ich mich nicht mit Fremden einlasse, sondern auf mich selbst zugehe. Was will ich, wo will ich hin, was will ich tun?
Du fehlst mir, D. Spürst du das?
Loslassen ist nicht leicht. Ich habe versucht, mich bei Fremden zu verkriechen, doch es wirkt nicht. Denn es sind keine Beziehungen, wie unsere eine war. Natürlich nicht. Ich bin auch nicht bereit. Ich habe irgendwo Halt gesucht, aber der Halt ist nicht der wie in einer Beziehung. Ich versuche mich festzuhalten, aber ich rutsche ab. Ich falle und lande wieder auf dem Boden der Tatsachen. Ich lande und sitze da, mit geknickten Flügeln, allein. Möglich, dass du Recht hattest. Ich habe eine Ausflucht gesucht und nicht gefunden, wonach ich gestrebt habe. Ein netter Mensch, ja. Aber einer ohne Zeit, ohne Halt, den er mir geben könnte. Ich reiße mich zurück und sage mir selbst: Lass los. Lass ihn los. Tritt einen Schritt zurück. Du hast zu früh gehandelt.
Ich habe den Halt gesucht, den ich bei dir hatte. Den ich auch nicht bei dir hatte, dann, wenn ich Angst hatte, dass du wegen eines neuen Streits unsere Beziehung hinterfragst und beendest. Ich hatte immer Angst, dass du den Schlussstrich ziehst. Und wieder bin ich im DU. Ich hatte auch Angst, Angst, dass es nicht aufgeht zwischen uns. Dass bei mir irgendwann der Schmerz und die Trauer und die Wut überwiegen. Aber wenigstens warst du, irgendwie, die ganze Zeit da. Auch mit deiner Wut, auch mit deiner Traurigkeit, aber auch mit deiner Freude, mit deiner Lust, mit deinem Lächeln. Du fehlst mir. Wir haben vermutlich die richtige Entscheidung getroffen, so wahnsinnig schmerzhaft sie auch ist und so schwer es jetzt auch ohne dich ist, denn du fehlst, wirklich, so sehr. Aber es war richtig.
Nein, mir geht es nicht gut. Mir geht es nicht gut, besonders in den Nächten, du fehlst mir. Wie lange wird dieses Vermissen noch andauern? Wie lange werden meine Blicke noch zu deinen dunklen Fenstern hinaufwandern jedes Mal, wenn ich an deinem Haus vorbeifahre? Loslassen, das ist schwer. Ich kann nur versuchen, nach mir selbst zu schauen, und zwar so, dass ich mich nicht mit Fremden einlasse, sondern auf mich selbst zugehe. Was will ich, wo will ich hin, was will ich tun?
Du fehlst mir, D. Spürst du das?
Samstag, 24. Februar 2018
Heute fehlst du mir
Heute fehlst du mir. Heute würde ich mich gerne vor deine Tür stellen und warten, bis du raus kommst in die Sonne. Und durch Zufall, durch Zufall würden wir uns an eurem Supermarkt treffen. Was würdest du tun, wie würdest du reagieren? Ich würde dich umarmen wollen, würde ich es dürfen?
Freitag, 23. Februar 2018
1 Uhr nachts
Ein Versuch. Es ist einen Versuch wert. Jeden Tag festhalten wollen, was der Moment ist. Wie beende ich den Tag, worauf schaue ich zurück?
Heute. Auf Menschen, die ihr Verhalten ändern und eine Wende machen. Die plötzlich mitarbeiten, wo sie vorher allein gesessen und vor sich hin geschaut hatten, wo sie vorher die Wände eines Gefängnisses angestarrt hatten. Menschen, die zuerst nur ihr eigenes Ding tun wollen. Und wo sich plötzlich ein Schalter umlegt, und sie fieberhaft nach neuer, sinnvoller Aktivität suchen. Wo das Fieber sie ergreift.
Auf eine Freundin, die ich das letzte Mal vor einem Jahr gesehen habe. Die mir spiegelt, wie sehr sie mich mag und wie sie mich wertschätzt und wie sehr ich ihr gefehlt habe und wie vertraut wir uns sind, nach all der Zeit. Die mir spiegelt, dass ich zu viel darüber nachdenke, wie es einem anderen mit oder wegen mir geht, anstatt davon auszugehen, wie es mir eigentlich geht, was ich eigentlich will, was ICH eigentlich WILL. Dass ich mehr reagiere und mich um Entscheidungen drücke und sie andere für mich fällen lasse, weil ich mich davor fürchte, meine Meinung kundzutun und damit auf Mauern zu stoßen. Wessen Leben lebe ich, deins oder meins? Wie viel habe ich gewonnen, wie viel habe ich verloren? Wo ist mein Ich-Gefühl, mein Wille, das Leben in die eigene Hand zu nehmen, mein Mut, nein zu sagen? Mut ist es nicht, aber Gefühle haben alles überschattet, haben mich viele Kompromisse eingehen lassen, wo andere die Bremse gezogen hätten. Ich liebe dich, immer noch, und du hast nie von mir gefordert, dass ich mich über die Maßen für dich ändere. Ich habe es trotzdem versucht, und bin gescheitert, so wie du es hast kommen sehen, auch wenn wir es beide nicht wahrhaben wollten. Ich liebe dich, immer noch. Sei dir dessen bewusst. Ich liebe dich und ich habe dich geliebt, trotzdem haben wir gemeinsam die Notbremse gezogen, als wir erkannten, dass du mir nicht auf diese Art vertrauen kannst, wie es eine Beziehung gebraucht hätte, und wir einander nicht genügen konnten, wie wir waren. Ich liebe dich, und ich werde dich lieben, trotz allem. Du bist in meinem Herzen.
Ich habe getanzt, habe mich frei getanzt, mit einer anderen Freundin, zu einer Tanzmeditation. Unwillkürlich legte ich meine Arme um mich, umarmte mich selbst. "Du sahst so glücklich aus, so liebevoll", sagte sie. Ich fange an, mich selbst wieder mehr zu lieben. Zurück zu erkennen, wer ich bin und was mich erfüllt. Auf andere Art, wenn deine warmen Arme nicht da sind. Ich liebe dich immer noch. Aber jetzt liebe ich mich mehr. Ich war ein Vogel, ich habe fliegen gelernt. Meine Arme die Flügel, beinahe hob ich ab.
Ich habe mich mit meiner Mitbewohnerin vor dem Fernseher gegruselt, ein Gruselfilm bei einem Glas Wein, nein, zwei. Sie schlief ein, ich lauschte ihrem Atem, irgendwann weckte ich sie. Wir gingen schlafen. Hier bin ich, und lege Zeugnis ab.
Heute. Auf Menschen, die ihr Verhalten ändern und eine Wende machen. Die plötzlich mitarbeiten, wo sie vorher allein gesessen und vor sich hin geschaut hatten, wo sie vorher die Wände eines Gefängnisses angestarrt hatten. Menschen, die zuerst nur ihr eigenes Ding tun wollen. Und wo sich plötzlich ein Schalter umlegt, und sie fieberhaft nach neuer, sinnvoller Aktivität suchen. Wo das Fieber sie ergreift.
Auf eine Freundin, die ich das letzte Mal vor einem Jahr gesehen habe. Die mir spiegelt, wie sehr sie mich mag und wie sie mich wertschätzt und wie sehr ich ihr gefehlt habe und wie vertraut wir uns sind, nach all der Zeit. Die mir spiegelt, dass ich zu viel darüber nachdenke, wie es einem anderen mit oder wegen mir geht, anstatt davon auszugehen, wie es mir eigentlich geht, was ich eigentlich will, was ICH eigentlich WILL. Dass ich mehr reagiere und mich um Entscheidungen drücke und sie andere für mich fällen lasse, weil ich mich davor fürchte, meine Meinung kundzutun und damit auf Mauern zu stoßen. Wessen Leben lebe ich, deins oder meins? Wie viel habe ich gewonnen, wie viel habe ich verloren? Wo ist mein Ich-Gefühl, mein Wille, das Leben in die eigene Hand zu nehmen, mein Mut, nein zu sagen? Mut ist es nicht, aber Gefühle haben alles überschattet, haben mich viele Kompromisse eingehen lassen, wo andere die Bremse gezogen hätten. Ich liebe dich, immer noch, und du hast nie von mir gefordert, dass ich mich über die Maßen für dich ändere. Ich habe es trotzdem versucht, und bin gescheitert, so wie du es hast kommen sehen, auch wenn wir es beide nicht wahrhaben wollten. Ich liebe dich, immer noch. Sei dir dessen bewusst. Ich liebe dich und ich habe dich geliebt, trotzdem haben wir gemeinsam die Notbremse gezogen, als wir erkannten, dass du mir nicht auf diese Art vertrauen kannst, wie es eine Beziehung gebraucht hätte, und wir einander nicht genügen konnten, wie wir waren. Ich liebe dich, und ich werde dich lieben, trotz allem. Du bist in meinem Herzen.
Ich habe getanzt, habe mich frei getanzt, mit einer anderen Freundin, zu einer Tanzmeditation. Unwillkürlich legte ich meine Arme um mich, umarmte mich selbst. "Du sahst so glücklich aus, so liebevoll", sagte sie. Ich fange an, mich selbst wieder mehr zu lieben. Zurück zu erkennen, wer ich bin und was mich erfüllt. Auf andere Art, wenn deine warmen Arme nicht da sind. Ich liebe dich immer noch. Aber jetzt liebe ich mich mehr. Ich war ein Vogel, ich habe fliegen gelernt. Meine Arme die Flügel, beinahe hob ich ab.
Ich habe mich mit meiner Mitbewohnerin vor dem Fernseher gegruselt, ein Gruselfilm bei einem Glas Wein, nein, zwei. Sie schlief ein, ich lauschte ihrem Atem, irgendwann weckte ich sie. Wir gingen schlafen. Hier bin ich, und lege Zeugnis ab.
Donnerstag, 1. Februar 2018
Schlaflos
Ich liege im Bett. Die Heizung rauscht laut in meinen Ohren. Ich winde mich und verdrehe meinen Körper vergeblich auf der Suche nach einer bequemen Position in meinem Bett, das viel zu groß für mich ist und mir doch keine Ruhe schenkt. Meine Beine schmerzen. Mein Hals ist eng. Draußen ein Auto. Sonst nur Stille. Es ist 2.00 Uhr nachts, ein neuer Arbeitstag droht mit einer Putzaktion gemeinsam mit Klienten. Der Frust ist vorprogrammiert. Ich schlucke.
Gedanken drehen sich im Kreis. Gedanken an dich, den ich verloren habe. Du fehlst mir gerade. Du hast mich immer geerdet, wenn alles gewankt hat um mich herum. Ich will dir schreiben. Schon bei dem Gedanken an dich kommen leise Tränen zurück, ohne zu fließen. Wo bist du, mein Hslt?
In dieser Woche hab ich meinen Halt verloren. Ich war von mir selbst überrascht. Zuerst eine Migräne, wie ich sie nie zuvor gespürt hatte. Sie haben mich von der Arbeit nach Hause geschickt. Zwei Tage später kehrte ich zurück. Dann die heftige Konfrontation einer Kollegin und eine handfeste Kontroverse. Ich sah mich in der Defensive für andere Kollegen einspringen. Ich ging aus dem Streit und war kraftlos. Ich war laut geworden, was ich selten tat. Ich schlief nicht in dieser Nacht. Ich grübelte. Am nächsten Tag, suchte ich das Gespräch mit meinem Chef. Ich weiß, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Ich wusste, es ist ein Hilfeschrei, und dasss ich nicht mehr kann. Er war schockiert, erklärte, es sei meine Aufgabe, ihn zu warnen, wenn ich an meine Grenzen kam. Ich hatte das erst jetzt gemerkt, nach einem halben Jahr. Ich habe Kraft verloren. Aber ich will es doch nur gut machen. Heute dann erneut: klärende Gespräche, Versöhnung, dann aber eine weitere Kollegin und dieselbe Konfrontation erneut. Ich war wütend. Ich würde laut. Ich schrie. Ich schrie sie an und schrie meine Wut hinaus, mein Unverständnis, mein Gefühl, hier für alles und jeden zuständig sein zu müssen, meine Wut, meinen Frust. Ich verlor die Geduld. Die Geduld, die ich sechs Monste lang angespart hatte. Ich lies los. Es war mir egal. Fast egal. Ich lies sie nicht ausreden. Auch ich war jetzt jemand, der nicht korrekt handelte. Aber ich schiss auf Korrekt sein. Ich wollte meine Grenzen aufzeigen. Ich fühle mich nicht schlecht nun. Aber schlafen kann ich nicht. Denn ich muss verarbeiten, was ich diese Woche alles neues an mir entdeckt habe. Es schockiert mich, es macht mir Angst. Und es befreit mich. Es zieht auch Aufmerkssmkeit auf mich, das weiß ich. Aber das ist mir recht. Ich will lernen, für mich einzustehen und Nein zu sagen. Ich bin lange genug in dieser Arbeit, damit ich das nun darf. Eine Wende hat begonnen und mit ihr das Erkennen: ich kann es nicht allen recht machen.Sonst zerstöre ich mich selbst. Sonst lasse ich mich erdrücken, bis ich explodiere. Ich will leben für mich. Und dann für andere!!!!
Gedanken drehen sich im Kreis. Gedanken an dich, den ich verloren habe. Du fehlst mir gerade. Du hast mich immer geerdet, wenn alles gewankt hat um mich herum. Ich will dir schreiben. Schon bei dem Gedanken an dich kommen leise Tränen zurück, ohne zu fließen. Wo bist du, mein Hslt?
In dieser Woche hab ich meinen Halt verloren. Ich war von mir selbst überrascht. Zuerst eine Migräne, wie ich sie nie zuvor gespürt hatte. Sie haben mich von der Arbeit nach Hause geschickt. Zwei Tage später kehrte ich zurück. Dann die heftige Konfrontation einer Kollegin und eine handfeste Kontroverse. Ich sah mich in der Defensive für andere Kollegen einspringen. Ich ging aus dem Streit und war kraftlos. Ich war laut geworden, was ich selten tat. Ich schlief nicht in dieser Nacht. Ich grübelte. Am nächsten Tag, suchte ich das Gespräch mit meinem Chef. Ich weiß, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Ich wusste, es ist ein Hilfeschrei, und dasss ich nicht mehr kann. Er war schockiert, erklärte, es sei meine Aufgabe, ihn zu warnen, wenn ich an meine Grenzen kam. Ich hatte das erst jetzt gemerkt, nach einem halben Jahr. Ich habe Kraft verloren. Aber ich will es doch nur gut machen. Heute dann erneut: klärende Gespräche, Versöhnung, dann aber eine weitere Kollegin und dieselbe Konfrontation erneut. Ich war wütend. Ich würde laut. Ich schrie. Ich schrie sie an und schrie meine Wut hinaus, mein Unverständnis, mein Gefühl, hier für alles und jeden zuständig sein zu müssen, meine Wut, meinen Frust. Ich verlor die Geduld. Die Geduld, die ich sechs Monste lang angespart hatte. Ich lies los. Es war mir egal. Fast egal. Ich lies sie nicht ausreden. Auch ich war jetzt jemand, der nicht korrekt handelte. Aber ich schiss auf Korrekt sein. Ich wollte meine Grenzen aufzeigen. Ich fühle mich nicht schlecht nun. Aber schlafen kann ich nicht. Denn ich muss verarbeiten, was ich diese Woche alles neues an mir entdeckt habe. Es schockiert mich, es macht mir Angst. Und es befreit mich. Es zieht auch Aufmerkssmkeit auf mich, das weiß ich. Aber das ist mir recht. Ich will lernen, für mich einzustehen und Nein zu sagen. Ich bin lange genug in dieser Arbeit, damit ich das nun darf. Eine Wende hat begonnen und mit ihr das Erkennen: ich kann es nicht allen recht machen.Sonst zerstöre ich mich selbst. Sonst lasse ich mich erdrücken, bis ich explodiere. Ich will leben für mich. Und dann für andere!!!!
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