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Sonntag, 16. August 2015

Das Band durchschneiden.

Ich mach mich frei von denen, die mir nicht gut tun. Die mir ohne Respekt begegnen, wo ich ihnen Respekt entgegenbringe. Ich sage mich los von denen, die mich ohne Würde behandeln und alle Schuld von sich weisen und auf mich abwälzen. Ich nehme die Schere, sie heißt Wut. Und ich zerschneide die Bande, bevor sie mir das Blut abschneiden können. Ich wende alle Kraft auf und mache diesen Schnitt. Schneide das Band durch wie bei einer Eröffnungsfeier. Lege den ersten Grundstein für ein neues Haus, mein neues Leben.
Ich schaue noch einmal zurück, bin überrascht und weiß doch: Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich habe mich gerettet, und euch zurückgewiesen, die ihr dort jetzt stehen bleibt.
Dein Egoismus hält dich davon ab, über die Linie zu treten und dir deine Fehler einzugestehen. Vielleicht kannst du es auch einfach nicht. Vielleicht hab ich mir eingebildet, dass du es mit dieser Entscheidung von mir endlich lernst. Vielleicht brauchst du aber einfach noch Zeit. Weißt du, ich lass dich da jetzt stehen. Ich verlasse deinen Weg, weil du mich aufhältst. Ich wünschte, es wäre nicht so weit gekommen. Aber ich wünsche dir von Herzen alles Gute. Ich werde für dich da sein, wenn du es dir irgendwann anders überlegen solltest. Aber bis dahin, lass mir meine Kraft. Geh alleine weiter. Ohne mich. Oder - bleib.
Ich hab sie übertreten. Die Ziellinie. Ich bin da, angekommen. In mir selbst. Ich zerreiße meine Fesseln und fange an zu rennen. Laufe in den Sonnenaufgang hinein.

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