Translate
Montag, 13. Juli 2015
Sonnenlicht
Wenn ich Schmerz nicht kenne, weiß ich nicht, was Linderung bedeutet. Dieses vorsichtige Strahlen, das auf meine Lippen zurückkehrt, zögernd, denn ist es nicht zu früh, es wieder tun zu dürfen, einen Scherz zu machen? Freude zu empfinden? Ich spüre, wie die Sehnsucht nach dir weiterhin mein Herz belagert, wenn ich alleine bin. Die Zweifel an mir selbst, das Gefühl, nicht genügt zu haben. Nicht schön, nicht gut genug gewesen zu sein, versagt zu haben, nicht liebenswert zu sein. Gedanken drehen sich um die Frage nach den eigenen Fehlern, dem eigenen Äußeren, suchen nach Lösungen, Veränderung, um Bestätigung zu erhalten. Und da spüre ich, was du in mir zerstört hast, und sehe es deutlich vor mir. Und es setzt eine neue Kraft in mir frei, den Zorn. Die Wut. Sie sind schöpferisch, sie sind stark. Sie erfassen mich. Und fließen durch mich hindurch. Ich kämpfe mich frei aus meiner Angst. Und da ist es, dieses Lied, durch Zufall entdeckt, welches durch meinen Körper dringt und den Regen beiseite wischt, wie Sonnenstrahlen meine Seele zum Leuchten bringt. Unmerklich schleicht sich ein Lächeln auf mein Gesicht zurück, während ich durch den Sommerregen laufe. Ich sehe gen Himmel, spüre die kühlen Tropfen in meinem Gesicht, beginne zu lächeln und richte mich auf. Lasse das Licht in mich zurückkehren. Spüre die Energie neu aufflammen. Und dann sehe ich sie. Die Blicke der Menschen, die an mir vorbeigehen. Neugierig, interessiert. Und ich realisiere, dass es hier nicht darum geht, mir neue Kleider zu kaufen, die Frisur zu verändern oder mich stärker zu schminken. Es geht darum, das Licht in mich zurückzuholen, welches mich erfüllt und Glück empfinden lässt. Die innere Schönheit und Liebe zu mir selbst zurückzuholen, und sie strahlen zu lassen. Hier bin ich. Um einen Schmerz reicher. Um einen Segen reicher. Leid und Leben mischen sich, werden eins in mir.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen