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Montag, 30. März 2020

Was ich suche, ist Struktur. Was ich suche, sind Ziele. Ich komme nicht an. Wo will ich denn hin? Tausend Ideen, keine zu Ende gedacht. Mir fehlt Energie, um angefangene Dinge fortzuführen. Energie? Vielleicht auch nur Motivation. Ich sehe nicht das große Ganze. Und das, obwohl ich das Gefühl habe, dass ich ein enormes Potential hätte. Aber wo will ich hin? Worin vertiefe ich mich? Wo liegen meine Stärken? Es sind mir zu viele Fragezeichen und zu wenig Aktion. Ich muss irgendwo anfangen. Vielleicht, indem ich irgendwo aufhöre. Ja, das könnte es sein. Ich muss verstehen, wohin ich meine Zeit verschwende. Das sind ehrlicherweise schon die Filme und Serien.
Ich muss mir Dinge aufschreiben und sie mir dann vor Augen halten. Das, und das, und das werde ich morgen angehen. Ja, vielleicht braucht es tatsächlich eine halbe Stunde am Abend, die ich mich an meinen Schreibtisch setze und nach vorne schaue. Und vielleicht braucht es das, was ich jetzt tue, indem ich nach hinten schaue. Dabei fällt mir auf, es fehlt, dass ich in mich reinschaue. Was brauche ich eigentlich gerade? Wie fühle ich mich? Mir ist warm, aber Fieber habe ich nicht. Mir ist ein bisschen Schleim im Hals und ich habe Verspannungen, die sich über den ganzen Rücken, Nacken und bis hin zum Kreuz erstrecken. Auch die Ober- und Unterarme sind davon betroffen. Muskelkater von der Gartenarbeit. Noch so ein unerledigtes Projekt. Die Samen liegen bereit. Es gestaltet sich nur mühsamer, als ich es mir vorgestellt habe, so ein kleines Beet angemessen vorzubereiten. Hat mir vorher keiner gesagt, dass es so anstrengend werden würde. Ich glaube, ich muss hier raus. Den Kopf freibekommen. Ich kann nicht abschalten, es ist zu warm hier im Zimmer.